Die Küste der Wunder

CAPPELLA SANTA ROSALIA

Sehenswürdigkeit Nr. 1

„Am Meer von Trabia steht ein kleines Heiligtum, das nur aus leuchtend bunten Grottensteinen gebaut ist.“ So hat Giuseppe Sunseri, ein Dichter aus Trabia, über die kleine Kapelle der heiligen Rosalia geschrieben, deren Bau auf Betreiben eines edlen Gönners aus Trabia, Herrn  Salvatore Gurgiolo, 1904 begonnen und in den 20er-Jahren vollendet wurde. Die Kapelle wurde aus Stalaktiten und Stalagmiten gebaut, die von den Jugendlichen von Trabia in den Grotten von Burg Lanza gesammelt wurden. Rund um die Kapelle wurde ein Gelände mit von Strandsteinen eingerahmten Malereien und Mosaiken angelegt. An der Küste steht eine Statue, die einen Fischer darstellt und die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zieht. 

CASTELLO LANZA

Sehenswürdigkeit Nr. 2

Die wasserreiche Gegend von Trabia zog viele adelige Familien an, sich dort niederzulassen, und unter ihnen im 16. Jahrhundert auch die der Lanza. Die Burg Lanza war ein Symbol der Macht, als sie 1517 von Rebellen dem Boden gleich gemacht wurde und Blasco Lanza sie wieder aufbauen ließ. Später wurde sie vom Sohn Cesare ausgebaut und Tag und Nacht von einem Kastellan, drei Wächtern und einem Soldaten bewacht. Alte Zeugnisse berichten, dass die Burg eine echte Oase war, wo zwischen den mächtigen Felsen eine Quelle mit klarem Wasser entsprang. Heute bleiben von der Burg Lanza, die nicht mehr der Familie gehört, lediglich die herrlichen Terrassen, von denen aus man die Bucht von Termini Imerese sehen kann, und  die Verteidigungsmauern mit ihren krönenden Türmen, die nicht nur zur Dekoration sondern auch der Verteidigung dienten. Im Zentrum des Burghofes erhebt sich der alte Hauptturm und am ersten Eingangstor sieht man die Reste der Zugbrücke.

TONNARA

Sehenswürdigkeit Nr. 3

Bis zum Ende der 60er-Jahre wurde die Küste der Tonnara im April für die Instandsetzung der Netze und der Boote der Tonnara genutzt. Zur See gebracht, wo sie etwa 45 Tage verblieben, bildeten sie für den Thunfischfang einen Korridor, der zur berühmten Todeszelle führte. Wie es Tradition war, wurde der größte Thunfisch an der Hauptstraße des Dorfes verkauft und der Erlös für das Dorffest gespendet. Die Tonnara, im Besitz des Fürsten Raimondo Lanza di Trabia, beschäftigte etliche Fischer der Gegend das ganze Jahr über mit der Instandhaltung der Netze, der Seile und der Boote für den Thunfischfang. Die alten Lagerhallen der Boote und Geräte wurden in ein großes Hotel, das „Hotel Tonnara“, umgebaut.

VETRANA

Sehenswürdigkeit Nr. 4

Der Sandstrand zieht sich etwas mehr als 2 km von San Nicola l’Arena zur Vetrana hin. Er ist das Ziel von vielen, etwa täglich 5.000 Badegästen, die im Sommer den Strand bevölkern. Längs der Staatsstraße 113, die an der Küste entlangläuft, gibt es nicht nur für die Touristen zahlreiche Service-Anlagen: Hotels, Restaurants, Pubs, Pizzerie, Parkplätze, Fußballfelder und Fahrradwege. Vor das Schwimmbad erbaut wurde, war Vetrana nur eine kleine Insel mit dem pyramidenförmigen  Mausoleumsgrab der Marchesi Artale.